Technische Grundlagen

Grundeinstellungen

Auch wenn es auf den ersten Blick trivial erscheinen mag: Sie sollten bei der Inbetriebnahme einer Digitalkamera einige Einstellungen überprüfen bzw. festgelegen!
Sie sollten zunächst im Kameramenü die Menüsprache, das Datum und die Zeit einstellen. Das Datum und die Uhrzeit werden bei der Aufnahme automatisch mit in die Bilddatei als EXIF-Informationen geschrieben. Die EXIF-Informationen enthalten darüber hinaus auch Informationen über Kamerahersteller, Modell, Belichtungszeit, Blende, Brennweite und vereinfachen somit die Auswertung von Digitalfotos. Die Daten lassen sich mit verschiedensten Bildverwaltungsprogrammen oder mit dem Windows-Explorer abrufen und können eine wertvolle Hilfe bei der Verwaltung der eigenen Bilder, aber auch bei der Planung von zukünftigen Aufnahmen sein (z. B. um welche Uhrzeit war der Sonnenuntergang?). Verfügt die Kamera über einen Sucher mit Dioptrienausgleich, so sollte dieser an das Auge des Fotografen angepasst werden (Kamera im Autofokus-Modus fokussieren und die Einstellung des Dioptrienausgleichs so lange verstellen, bis das Bild durch den Sucher scharf wahrgenommen wird). And last, but not least – Ton ausschalten! Der Ton nervt unnötig und Sie lenken die Aufmerksam ungewollt auf die Kamera.

      • Sprache
      • Datum und Zeit
      • Dioptrien
      • Aufnahmemodus
      • Ton aus

Die folgenden Kameraeinstellungen sollten vor allem immer dann überprüft werden, wenn die Kamera sich nicht in der Vollautomatik befindet bzw. wenn in der Vollautomatik diese Parameter verändert werden können und diese evtl. verstellt sind.

      • ISO-Zahl
      • Fokussierungsart
      • Bildgröße
      • Bildqualität
      • Dateiformat (RAW, TIFF, JPG)

Wenn Sie in den Dateiformaten TIFF oder JPG fotografieren, sollten sie auch auf Einstellungen wie Weißabgleich, Farbsättigung, Kontrast und Scharfzeichnung achten. Während diese Einstellungen im RAW-Format in der Regel auch nach der Aufnahme veränderbar sind, können diese Parametereinstellungen im JPG- und TIFF-Format nicht vollständig ohne Qualitätsverluste verändert werden.

Vor allem bei häufig wechselnden Motiv- und Lichtsituationen ist die Automatikfunktion beim Weißabgleich meist die beste Wahl, da die Gefahr, das Einstellen des Weißabgleichs zu vergessen, relativ groß ist.

Achten Sie darauf, die Scharfzeichnung der Kamera nicht zu hoch einzustellen. Auch diese Einstellung kann im JPG- und TIFF-Format kaum rückgängig gemacht werden. Zudem sollte die Schärfung an das Ausgabeformat angepasst werden und kann in der Bildbearbeitung besser gesteuert werden. Außerdem sind diese Bearbeitungsschritte bei richtiger Handhabung der Originaldateien reversibel.

Gleiches gilt für die Einstellungsmöglichkeiten von Farbsättigung und Kontrast.

Auflösung

Die Auflösung einer Digitalkamera wird in Pixel angegeben. Ein Pixel entspricht einem Bildpunkt und enthält die Informationen zu Farbe und Helligkeit. Welche Auflösung brauche ich? Diese Frage lässt sich nicht grundsätzlich beantworten, denn je nach Anwendung wird eine unterschiedliche Mindestauflösung für eine optimale Bildqualität verlangt. Ist genügend Speicherplatz verfügbar, so spricht wenig dagegen, die maximale (nicht interpolierte) Auflösung der Kamera zu verwenden, um entsprechenden Spielraum in der späteren Nutzung der Aufnahmen zu haben. Zudem entscheidet auch Dateiformat und Kompression (JPG, TIFF, RAW) über die Bearbeitungs- und Nutzungsmöglichkeiten der Fotografie. Die Auflösung ist als Qualitätskriterium für eine Kamera nur bedingt aussagekräftig. Neben der Auflösung spielen Kamera- und Objektivqualität eine wichtige Rolle.

Zu betonen ist jedoch, dass die Pixelzahl nur wenig über die tatsächliche Qualität der Kamera aussagt. Hier sind weitere Aspekte wie Qualität des optischen Systems, Art und Größe des Sensors, interne Signalaufbereitung ebenfalls von hoher Bedeutung.

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